DR Kongo/Burundi: Burundis Präsident Ndayishimiye lädt zu Konsultationen über die Krise in der DR Kongo

In Gitega haben am Montag, den 6. Juli Konsultationen zur politischen Lage in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) begonnen. Vertreter der Opposition, religiöser Gemeinschaften und der Zivilgesellschaft beraten mit dem burundischen Präsidenten Évariste Ndayishimiye in dessen Funktion als amtierender Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU) über Wege aus der politischen und sicherheitspolitischen Krise. Im Zentrum der Gespräche steht die von Präsident Félix Tshisekedi angestrebte Verfassungsreform, die nach Ansicht der Opposition den Weg für eine dritte Amtszeit ebnen könnte.

Oppositionsführer wie Martin Fayulu, Jean-Marc Kabund und Delly Sesanga reisten nach Burundi und bekräftigten ihre Forderung nach einem inklusiven nationalen Dialog. Eine dritte Amtszeit Tshisekedis komme für sie nicht infrage. Die Oppositionskoalition C64 verschob eine ursprünglich für den 8. Juli geplante Demonstration auf den 22. Juli, um den Vermittlungsgesprächen eine Chance zu geben.

Neben Vertretern der Opposition wurden auch Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege sowie Vertreter der katholischen Bischofskonferenz (CENCO) und der Église du Christ au Congo (ECC) eingeladen. Sie fordern im Rahmen ihrer Initiative Pacte social pour la paix et le bien-vivre ensemble ebenfalls einen inklusiven nationalen Dialog. Als einziger Teilnehmer unterstützt Pastor Ejiba Yamampia das Vorhaben eines Verfassungsreferendums offen. Das politische Lager des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila äußerte sich hingegen skeptisch gegenüber der Vermittlungsrolle Burundis – insbesondere mit Blick auf dessen militärisches Engagement im Konflikt im Osten der DR Kongo.

Der Artikel dazu ist auf Französisch bei rfi afrique erschienen. 

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