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DR Kongo: Zivilgesellschaft in Süd-Kivu beklagt Einschüchterungen und Entführungen
Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und Menschenrechtsorganisationen in der Provinz Süd-Kivu äußern große Besorgnis über die zunehmenden Einschüchterungen, willkürlichen Festnahmen und Entführungen, denen sie nach eigenen Angaben durch Angehörige der kongolesischen Streitkräfte und Mitglieder der Wazalendo-Milizen ausgesetzt sind. Besonders betroffen sind die Städte Baraka und Fizi-Centre, wo die angespannte Sicherheitslage weiterhin anhält.
Nach Angaben lokaler Menschenrechtsverteidiger hat die zunehmende Militarisierung der Region zu einem Klima der Angst geführt. Aktivist:innen, die auf Menschenrechtsverletzungen oder Missstände aufmerksam machen, werden demnach häufig beschuldigt, mit den Rebellen der AFC/M23 zusammenzuarbeiten. Dies führe zu Drohungen, Einschüchterungen und willkürlichen Maßnahmen gegen Mitglieder der Zivilgesellschaft.
Besondere Sorge löst der Fall des Menschenrechtsaktivisten Lidjo Musabiko aus. Nach Angaben von Kollegen wurde er aus seinem Wohnhaus im Ort Kabandozi entführt und an einen unbekannten Ort gebracht. Die Zivilgesellschaft fordert seine sofortige Freilassung sowie eine unabhängige Aufklärung des Vorfalls.
Menschenrechtsverteidiger:innen in Süd-Kivu appellieren an die kongolesischen Behörden, ihre Sicherheit zu gewährleisten und ihre Arbeit zu schützen. Sie betonen, dass sie keine Partei im bewaffneten Konflikt zwischen der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und den Rebellen der AFC/M23 sind und ihre Tätigkeit ausschließlich dem Schutz der Menschenrechte und der Unterstützung der Bevölkerung dient.
Der Artikel ist auf Französisch bei RFI Afrique erschienen.